Ganz klassisch und dann auch wieder ganz modern, in jedem Fall weihnachtlich und bisweilen sehr besinnlich, so kann man das Adventskonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums beschreiben.
Von den Jüngsten der Bläserklasse 6B bis hin zu den Ensembles mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe musizierten rund 130 Kinder und Jugendliche in einem zweistündigen Konzert im hamelner Münster auf beachtlichem Niveau: Der große Chor sorgte mit den zwei Stücken „Star Carol“ (John Rutter) und „A Million Dreams“ für magische Momente, das Blechbläserensemble begeisterte unter anderem mit dem großen „Hallelujah“ von Händel, das „Junge Orchester“ brillierte mit „Air for Band“ und „Rudolph, the red nosed Reindeer“, die Bigband präsentierte zwei Arrangements von Paul Clark, die Weihnachslieder verarbeiten, der „Heart“-Chor zog das Publikum mit „Who will be a Witness?“ und „Breath of heaven“ in seinen Bann - und das Orchester überzeugte mit dem Stücken „Let the bells ring“ und „Yellow“ von Coldplay auf ganzer Linie, um nur einige Beiträge zu erwähnen. Unter der Leitung von Alexander Simko bereicherte das Wir4Quartett der Wilhelm Homeyer Musikschule, dem langjährigen Partner des AEGs, auf beeindruckende Weise mit dem Stück „Rose Cottage“ für vier Querflöten das Konzert. Erstmals wurde mit Gesangssolistinnen und Gesangssolisten, Chor und Orchester eine kleine Schulkonzert-Kantate, die die biblische Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählte, aufgeführt.
Für zwei besondere Glanzpunkte des Abends sorgte Elia Glaubitz (11. Jahrgang) mit einem überwältigenden Orgelstück von Nicolas Bruhns und dem ihm eigens für Chor und Orchester komponierten Werk „Choral und Fuge in h-Moll über Psalm 22“, welches von einem bemerkenswerten handwerklichen Können im Dirigat und Komponieren zeugt.
Sichtlich stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler zeigten sich die sechs Musiklehrer und -lehrerinnen, Maren Dörner, Delia Hentschel, Claudia Gottschalk, Jacqueline Kemna, Daniel Knedeisen und Tobias Carmine, am Ende dieses bezaubernden Konzertabends, der nach einem gemeinsam mit den Konzertgästen gesungenen Choral einen fröhlichen Ausklang nahm.
Die beste Vorleserin des 6. Jahrgangs des AEGs steht fest: Beim diesjährigen Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs 2025 (initiiert durch die Stiftung Lesen) setzte sich Melody Matolisch (Klasse 6A) gegen sieben Mitschülerinnen und Mitschüler der Jahrgangsstufe 6 durch.
Der Vorlesewettbewerb hat erneut gezeigt, wie inspirierend Lesen sein kann. Mit Engagement und Lesefreude trugen die insgesamt acht Schülerinnen und Schüler der Klassen 6A (Melody Matolisch und Finja Weis), 6B (Anna Gombert und Janosch Umbach), 6C (Sara Hasic und Jette Mensching) und 6D (Viktoria Döring und Claas Heemann) Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor, darunter u. a. „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, „Warrior Cats“ von Erin Hunter oder auch „Ein Sommer in Sommerby“ von Kirsten Boie. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. In die zweite Runde schickte die Jury – bestehend aus dem Vorlesewettbewerbssieger von 2024, Erik Reimann (7A), den Schülerinnen Viktoria Schweckendiek, Silja Wallossek und Ivana Abdi (alle Jg. 13) und Herrn Dr. Sturm – Anna Gombert, Class Heemann, Janosch Umbach und Melody Matolisch, die anschließend alle einen Fremdtext vorlesen mussten. Die Entscheidung fiel der Jury auch in dieser Runde nicht leicht, denn alle Vier überzeugten erneut gleichermaßen. Letztlich kürte die Jury Melody Matolisch zur Schulsiegerin. Sie vertritt nun das AEG im Februar 2026 auf regionaler Ebene beim Stadt- bzw. Kreisentscheid.
Alle klassenbesten Vorleserinnen und Vorleser wurden mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent ausgezeichnet, Melody erhielt zusätzlich eine weitere Urkunde sowie einen Büchergutschein.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden fürs Mitmachen und herzlichen Glückwunsch an Melody zu ihrem tollen Sieg! Wir wünschen ihr viel Erfolg beim Stadtentscheid im Februar 2026!
Mit etwas Verspätung kam heute die Europaklasse des 8. Jahrgangs unserer Partnerschule aus Paris am Hamelner Bahnhof an, wo 18 Einsteiner erstmalig persönlich auf ihre französischen Gäste trafen. Dank kreativ gestalteter Schilder mit den Vornamen der Gäste fanden die Tandems schnell zueinander. Wir freuen uns sehr, dass sie da sind. In den kommenden 10 Tagen stehen viele spannende Aktivitäten auf dem Programm wie bspw. der Empfang beim Bürgermeister, Fahrten nach Hannover und Bremen, ein gemeinsamer Bowlingnachmittag, Schlittschuhlaufen, der Besuch im Unterricht und natürlich eine großartige Abschlussparty. Wir wünschen allen Beteiligten eine unvergessliche Zeit.
Ein ehemaliger AEG-Schüler, der heute zu den angesehensten Experten für die Geschichte Israels und den Nahostkonflikt gilt, kehrte am vergangenen Freitag an seine frühere Schule zurück: Dr. Steffen Hagemann, Akademischer Rat an der Technischen Universität Kaiserslautern, referierte zum Thema „Der Nahostkonflikt – Hintergründe und Zusammenhänge“. Der Vortrag erfolgte auf Einladung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, deren Vorstandsmitglied Daria Leuthier ebenfalls anwesend war.
Steffen Hagemann (Jahrgang 1978) studierte von 1998 bis 2004 Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, der Universität Tel Aviv und der Freien Universität Berlin. 2009 wurde er an der FU Berlin mit der Dissertation „Die Siedlerbewegung. Fundamentalismus in Israel“ zum Dr. phil. promoviert. Er war an der Universität Tel Aviv und Haifa sowie als Gastwissenschaftler am Bucerius-Institut für die Erforschung der deutschen Geschichte und Gesellschaft der Gegenwart tätig. Von 2018 bis 2022 war Hagemann Leiter des Büros Tel Aviv der Heinrich-Böll-Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Demokratie, Autoritarismus, Politische Kultur, Soziale Bewegungen, Religion, Emotionen und Israel. Das Interesse für Israel begann für Hagemann (Abi 1997) in seiner Schulzeit: „1995 nahm ich am damaligen Austausch des AEG mit Tel Aviv teil, damals habe ich Interesse vor allem am Friedensprozess bekommen, der seinerzeit im Gange war.“ Leider erlebte dieser Prozess im November desselben Jahres einen herben Rückschlag, als der israelische Präsident Jitzchak Rabin von einem Juden und Gegner des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses ermordet wurde.
Ausgehend vom Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem Waffenstillstand zwei Jahre später sowie dem so genannten „Trump-Plan“ spannte Hagemann einen großen Bogen im Rückblick auf die Geschichte Israels seit Ende des Zweiten Weltkriegs. „Konkurrierende Nationalbewegungen seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches“ hätten zur Entstehung des Zionismus auf der einen und der palästinensischen Nationalbewegung auf der anderen Seite geführt, eine Teilung des Territoriums sei eine Folge gewesen. „Mit der Gründung eines eigenen Staates – eben Israel – wurde das Ziel der zionistischen Bewegung erreicht, zur Nichtakzeptanz der arabischen Staaten“, resümierte Hagemann. Der israelisch-arabische Krieg 1948 war darauf der Beginn vieler Auseinandersetzungen, der die Fragmentierung der Palästinenser zur Folge hatte: Einige blieben in Israel, andere gingen in Nachbarstaaten, andere wanderten ganz aus oder gingen ins Westjordanland oder in den Gazastreifen.
Die Gründung der PLO 1964, israelische Besatzung und Siedlungsprojekte im Westjordanland seit 1967, der Friedensprozess von Oslo in den 1990er Jahren, symbolisiert von Jassir Arafat und Jitzchak Rabin, das Attentat auf Rabin und Scheitern des Friedensprojekts, die Gründung der Hamas und deren wachsende Bedeutung – zahlreiche Schritte der weiteren Entwicklung wurden von Dr. Steffen Hagemann kurz, aber sehr prägnant beleuchtet. Er endete mit einem Ausblick: „Die Frage ist, ob dort ein palästinensischer Staat entsteht – und was mit dem Westjordanland passiert.“ Solange die Hamas nicht entwaffnet sei, wäre die Umsetzung des von Donald Trump verkündeten Gaza-Friedensplans schwierig.
Nach dem äußerst fundierten und spannenden Vortrag entstand eine ausgiebige Diskussion mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 12 und 13. Hier wurden von Schülerseite insbesondere die moralische Frage militärischer Vorgehensweisen hinterfragt – teils im Kontrast zu den völkerrechtlichen Erläuterungen Steffen Hagemanns. Die zahlreichen erhobenen Finger, als der Gong zur Pause läutete, zeigten, dass dieses Thema auf ein großes Interesse stieß und die Anwesenden gern noch weiter mit Dr. Hagemann diskutiert hätten.
Cord Wilhelm Kiel
Passend zur kalten Jahreszeit hat die Garten-AG am Dienstag während der AG-Stunden Tassen mit selbst gemischtem Vogelfutter zum Aufhängen befüllt. Es roch schon etwas ungewohnt im Chemieraum, als das Tierfett auf den Wärmeplatten geschmolzen wurde. Dann mischten die Einsteiner Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Mehlwürmer, Erdnuss- und Wallnuskerne in das flüssige Fett. In Tassen abgefüllt und jeweils eine Sitzwarte hineingesteckt stehen die Futterglocken nun zum Abkühlen in der Biosammlung und können dann, wenn das Fett ausgehärtet ist, aufgehängt werden. Hoffentlich lassen sich an den Glocken dann verschiedene Meisenarten (Blau-, Kohl-, Tannen-, Schwanz- Hauben-und Sumpfmeisen) oder auch Finken und Gimpel beobachten. Wir wünschen jedenfalls guten Appetit.




