+49 5151 202 1452 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Nordschleswig – eine Europaregion zwischen Deutschland und Dänemark

Deutsche im südlichen Dänemark, Dänen im Landesteil Schleswig sowie die Friesen in Nordfriesland leben seit Jahrhunderten im „Land zwischen den Meeren“. Nicht immer war das Zusammenleben so friedlich und die Akzeptanz der Minderheitensprachen so anerkannt wie heute, auch wegen der europäischen Einigung. Im Gegenteil: Noch bis lange nach dem 2. Weltkrieg herrschte zwischen Dänen und Deutschen im Grenzgebiet Ablehnung, teils Feindschaft. Die EU als Friedensprojekt: Ein ständiges Thema der Europa-AG, das aktuell im Rahmen der Europaregion zwischen Deutschland und Dänemark diskutiert wird. Eine der nächsten Europafahrten könnte in diese Region führen.

Peter von der Osten, Studiendirektor a.D. der Deutschen Schule von Apenrade und ehemaliger Musikdirektor der deutschen Minderheit in Nordschleswig, war als sachkundiger Referent in die Europa-AG gekommen. Gleich zu Beginn wurde ein kleiner Fahnenmast mit dem Dannebrog, der dänischen Flagge, aufgestellt. Peter von der Osten, ein gebürtiger Hamelner, der 35 Jahre lang in Dänemark gelebt hat und vor einiger Zeit in seine Heimat zurückgekehrt ist (er lebt jetzt in Bad Pyrmont), gab einen Eindruck, wie es ist, zu einer Minderheit in dem Land, in dem man lebt, zu gehören. Anschließend erläuterte er die geschichtliche Entwicklung: Erst wurde das Herzogtum Schleswig 1864 an das Deutsche Reich angeschlossen, nach dem Ersten Weltkrieg dann Dänemark.  Nach einer Volksabstimmung war das deutsch-dänische Verhältnis nicht sehr harmonisch. „Mit einem Mal sprachen Nachbarn nicht mehr miteinander, frühere Freunde sahen sich nicht mehr an“, so Peter von der Osten.

Ganz schlimm wurde es dann mit dem zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung Dänemarks. Nach Kriegsende wurden deutsche Schulen und Organisationen geschlossen, deutsche Traditionen und die deutsche Sprache wurden versteckt, deutsche und dänische Schulkinder beschimpften sich. „Je länger der Abstand zum Krieg wurde, desto besser wurde das gegenseitige Verhältnis“, so der Referent, der als Musiklehrer und Dozent deutsche Chöre in ganz Nordschleswig leitete. Besonders wichtig war die Bonn-Kopenhagener Erklärung von 1955, die besagte, dass die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze vollwertige Staatsbürger sind.

Ein interessantes Thema, das an unserer Schule womöglich weiterverfolgt wird. Der ehemalige Dozent, Studien- und Musikdirektor Peter von der Osten, der als Jugendlicher Kontrabassist im Bundesjugendorchester und beim NDR war, kennt zwischen Lübeck und Kolding praktisch jede Schule und jedes wichtige Musikensemble. Vielleicht lassen sich diese Kontakte ja intensivieren…

Adresse

Albert-Einstein-Gymnasium Hameln

Basbergstraße 112
31787 Hameln

 Mo - Do 07:30 - 15:00 Uhr
Fr  07:30 - 13:30 Uhr
(Das Sekretariat bleibt in der Zeit von 12:00 - 13:00 geschlossen)

0 51 51 / 2 02 14 52

sekretariat @ aeghm.de