Mitten in den Zeugnisferien brach eine kleine Gruppe der Garten-Kids mit ihren Eltern zu einer nicht alltäglichen Exkursion auf: Es ging mitten hinein in eines der aktuell verschneiten Biberreviere im Weserbergland, wohin der pelzige und nahezu ausgerottete Landschaftsgestalter seit 2020 zurückgekehrt ist. Biberberaterin Michaela Meyer führte die aufgeweckte Gruppe einmal um den See und zeigte die Spuren, durch die sich Europas größtes Nagetier eindeutig verrät: Fraß- und Nagespuren, Ein-und Ausstiege samt Biberrutschen, Fußspuren, seinen als Burg bezeichneten Bau und seinen Staudamm, durch den er den Wasserstand so reguliert, dass der Eingang in seinen Bau stets unter Wasser liegt, sodass die Tiere vor Fressfeinden geschützt sind. Während des rund zweistündigen Spaziergangs haben die Schülerinnen und Schüler der Garten-AG mit eigenen Augen sehen und erleben können, was die meisten, wenn überhaupt, nur aus Büchern oder Filmen kennenlernen - ein echtes Biberrevier direkt vor der Haustür.
Am 11. April organisiert die Garten-AG übrigens einen Biberaktionstag in der Innenstadt, um für mehr Akzeptanz für diese Schlüsselart zu werben, die in der Lage ist, ihren Lebensraum wie wir Menschen aktiv zu verändern. Allerdings fördert der Biber durch seine Lebensweise im Gegensatz zu den Zweibeinern die Artenvielfalt.
In der Stadtgalerie wird es ein buntes Programm für die ganze Familie mit einer kleinen Ausstellung zum Biber geben. Wir freuen uns über zahlreiche Besucher, die wir vielleicht mit unserem Biberfieber anstecken können.