Am 3. Juni beteiligte sich die Garten-AG an der Citizen-Science-Aktion "Expedition Erdreich" und vergrub insgesamt sechs Teebeutel in zwei Beeten in Einsteins Schulgarten. Ziel der Aktion ist es, gemeinsam mit der Wissenschaft den Boden zu erforschen. Damit man die Böden zukünftig bestmöglich und v.a. nachhaltig nutzen kann, muss man mehr über sie wissen.

Bei der Expedition Erdreich arbeiten Bürgerinnen und Bürger mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen an der Erhebung der Daten, die man für diese Forschung benötigt. An zwei Standorten haben die Einsteiner deshalb mit Hilfe des Aktions-Kits wissenschaftliche Bodenuntersuchungen durchgeführt und stellen die gewonnenen Daten über die Webseite expedition-erdreich.de der Wissenschaft zur Verfügung. Und so geht's: Genormte Teebeutel werden vergraben, drei Monate lang der Zersetzung im Boden ausgesetzt und dann wieder ausgegraben.Der nach dem Ausgraben gemessene Gewichtsverlust verrät, wie viel Tee im Boden abgebaut wurde. Die Zersetzungsrate im Boden hängt von verschiedenen Bodeneigenschaften ab. Deshalb werden auch zusätzlich zum Tea-Bag-Index der pH-Wert und die Bodenart bestimmt. Mit der Teilnahme an der "Expedition Erdreich" können also alle einen Beitrag zur Bodenforschung leisten und dabei mehr über die Wunderwelt Boden erfahren. Diese Aktion passt gerade wunderbar zu dem Projekt "Klimafreundlich gärtnern mit der Terra preta", das die Garten-AG seit den Osterferien gemeinsam mit dem Terra preta-Fachmann Rainer Sagawe und Unterstützung der Bingoumweltstiftung durchführt. Momentan stellen die Einsteiner jeden Donnerstag während der Garten-AG in der 7. und 8. Stunde Pflanzkohle in zwei Pyrolyseöfen her und nutzen die dabei freiwerdende Energie zum Crêpesbacken oder zur Popcornproduktion. Dann wird der so erzeugten  Pflanzkohle, Pferdemist, Kaffeesatz aus dem Lehrerzimmer, anfallender Grasschnitt und effektive Mikroorganismen zugesetzt. Diese Mischung muss dann drei Monate reifen. Die fertige Terra preta kommt dann auf ein Testbeet, auf dem verschiedene Gemüsepflanzen in die Erde gesetzt wurden.  Auch die beiden Standorte für die Bodenuntersuchungen wurden daher so gewählt, dass ein Standort die Terra preta und der andere den "normalen" Gemüseacker berücksichtigt. Wir sind gespannt, ob sich Unterschiede im Wachstum des Gemüses zeigen werden. Momentan sind Linus und Lukas aus der 8B gerade dabei, für die Terra preta-Produktion einen Fermentationskompostturm zu zimmern. Für dieses unermüdliche Engagement schon jetzt ganz herzlichen Dank! Es ist großartig, welches Potential in den Teilnehmern der Garten-AG schlummert und sich immer wieder frei entfaltet. Wer Lust hat, die leckeren Crêpes einmal zu probieren oder wer sich für die Terra preta interessiert, ist am 10. Juni herzlich in den Schulgarten eingeladen, denn dort feiern wir ab 13 Uhr 15 den bundesweiten Tag des Schulgartes.