Am Albert-Einstein-Gymnasium können sich in diesem Schuljahr 81 Abiturientinnen und Abiturienten über ihr Reifezeugnis freuen. Mit einem Schnitt von 2,36 liegt das Gymnasium im Hamelner Schulzentrum Nord erneut deutlich unter dem Landesschnitt. Besonders beliebte Fächer waren dabei Mathematik, Geschichte, Deutsch und Englisch.

Trotz der Corona-Pandemie konnten fast alle Schülerinnen und Schüler, die zum Abitur angetreten waren, einen Abschluss erhalten. Mit der Traumnote 1,0 konnte sogar ein besonderes Ergebnis erzielt werden. „Dennoch gab es starke Einschränkungen, was das soziale Leben betrifft“, urteilt Oberstufenkoordinatorin Bettina Schröder-Brautlecht. „Aber wegen der langjährigen Erfahrungen am AEG mit neuen Medien wurde digital gut gelernt.“ Viele Dinge, die zuvor selbstverständlich waren, mussten entfallen: Kursfahrt, Abi-Fahrt, Exkursionen, Abi-Feten, gemeinsames Lernen in Bootcamps oder größeren Gruppen. „Der Zusammenhalt war dennoch gut“, kommentiert Schulleiter Sönke Koß, der den Abiturienten großes Lob aussprach: „Ihr habt Euch durch diese schwierigen Zeiten durchgebissen. Wir beglückwünschen Euch alle von Herzen zu dieser besonderen Lebensleistung. " Für die SV beschrieb Florian Zang die besondere Situation dieses „Corona-Abiturs“:  „Auch wenn wir uns seit einem guten Jahr nicht mehr gesehen haben, so wart ihr trotzdem allgegenwärtig!“ Oberbürgermeister Claudio Griese, der den Glückwunsch von Rat und Verwaltung überbrachte, wehrte sich dagegen, das Abi 2021 als „Corona-Jahrgang“ zu bezeichnen. Sich mit der Pandemie zu arrangieren und dennoch das Abitur zu bestehen, sei eine besondere Leistung. Mit nachdenklichen Worten schloss der OB: „Das, was wir erreicht haben, müssen wir immer wieder neu verteidigen – sei es die Freiheit, der Frieden, der Wohlstand.“

Sönke Koß dankte „seinen“ ersten Abiturienten und Abiturientinnen als „Chef“ am AEG ganz persönlich: „Ich glaube, kaum ein Schulleiter wurde jemals so schnell von einem Abiturjahrgang aufgenommen. Mir kommt es so vor, als wäre ich schon ewig an der Schule, was auch an Eurer unkomplizierten, offenen und freundlichen Art mir gegenüber lag.“ Dieses spiegele sich auch im Jahrgangsmotto wider: „Fresher mit LaKoßte“. Wenn die Abiturienten ihre neuen Erkenntnisse in Zukunft nicht gleich umsetzen könnten, sollten sie an Albert Einstein denken, dem der Satz zugeschrieben wird: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Diese Idee griff auch Jahrgangssprecher Luca Sienk auf: „Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass wir als Digital Natives die Nase vorn haben. Die Entscheidung, Laptops in der Klasse 7 einzuführen, war schon damals eine gute Idee – und entpuppt sich heute als großartig.“

Wie in jedem Jahr wurden auf der Entlassungsfeier, die diesmal in der Sporthalle des Schulzentrums Nord - und nicht wie, sonst üblich, in der Aula - stattfand, Auszeichnungen für besondere Leistungen verliehen. Für die besten Abiturzeugnisse erhielten Hendrik Wollenberg (Durchschnittsnote 1,0), Johanna Wiemann (1,1), Sophie Menke (1,2), Laura Faye Fechner (1,2) und Fynn Brake (1,3) Urkunden der Stadt Hameln durch OB Claudio Griese verliehen. Ebenso bekamen Laura Faye Fechner und Greta Luise Arlt eine Urkunde unserer Partnerstadt Saint-Maur-des Fossés für die besten Leistungen im Fach Französisch. Laura Faye Fechner hat außerdem als einzige Abiturientin des Jahrgangs das CertiLingua-Zertifikat bestanden - und dafür sogar einen Brief der Anerkennung von Kultusminister Grant-Hendrik Tonne bekommen. 

Die Jahrgangssprecherinnen und -sprecher Anna Dylinger, Raja Sehlmann, Luca Sienk, Leon Schünemann und Veronika Lang wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Für besondere Leistungen in einzelnen Fächern gab es folgende Auszeichnungen: In Mathematik und Physik erhielten Sophie Menke, Johann Stege, Johanna Wiemann, Simon Steinhoff und Hendrik Wollenberg Auszeichnungen, in Chemie Hendrik Wollenberg und Wiebke Tjada Bembenek. Besondere Leistungen in Deutsch erbrachte Johanna Wiemann, in Politik-Wirtschaft Laura Faye Fechner. Für politisches Engagement und besondere Leistungen im Europaprofil wurde Marit Heinze ausgezeichnet.Den Prix Fénelon unserer Partnerschule in Französisch erhielt Greta Luise Arlt, den Preis für besondere Leistungen in Latein Alexandra Kleinjans, und in Erdkunde Sophie Menke. In Biologie wurde erneut Johanna Wiemann ausgezeichnet, in Musik Johann Stege. Laura Feye Fechner wurde als einzige Schülerin mit dem Exzellenzlabel Certilingua ausgezeichnet.

Cord Wilhelm Kiel