Austauschfahrten - Spanisch

Ungefähr drei Monate nach der Abreise unserer argentinischen Austauschschüler flogen wir Deutschen nun endlich nach Südamerika. Dabei flogen wir Schüler aus Hameln nicht alle gleichzeitig, sondern entweder alleine, zu zweit oder zu viert. Im Gegensatz zu den Tagen vor der Abreise war ich (waren wir) eigentlich gar nicht aufgeregt, als das Flugzeug dann abhob. Nach einer Stunde Flug nach Frankfurt oder Amsterdam mussten wir in den großen Flieger nach Buenos Aires umsteigen. Mit diesem flogen wir dann 14 Stunden lang von Europa über den Atlantik nach Amerika.

Als wir am Flughafen ankamen, wurden wir schon von unseren Gastfamilien erwartet, die uns dann anschließend nach Hurlingham brachten. Dort lernten diejenigen, die nur von einem Teil der Familie abgeholt wurden, auch die restlichen Familienmitglieder kennen.

201504Den ersten Tag verbrachten wir in unseren Familien, oft noch müde vom langen Flug. Doch bereits am nächsten Tag unternahmen einige Familien etwas mit ihren deutschen Austauschschülern oder diese mussten die Schule besuchten.

Die „Deutsche Schule Hurlingham“ befindet sich, wie der Name sagt, in Hurlingham, was etwa eine Autostunde von Buenos Aires entfernt ist. So können die meisten Schüler diese Schule zu Fuß erreichen, nur wenige müssen täglich mit dem Zug kommen oder mit dem Auto gebracht werden, weil sie außerhalb von Hurlingham leben.

In der Schule lernten wir dann während der Spanischstunden, die im ersten Teil unserer Zeit dort angeboten wurden, die anderen Deutschen kennen, die aus ganz Deutschland verteilt ebenfalls über diesen Austausch an die Schule kamen. Insgesamt waren wir etwa 40 Deutsche, die allerdings alle zu unterschiedlichen Zeiten kamen und wieder gingen, da die Sommerferien ja in allen deutschen Bundesländern unterschiedlich sind.

Der Unterricht in Argentinien ist sehr chaotisch, niemand passt wirklich auf; in meiner ersten Unterrichtswoche hatte ich insgesamt zwei Stunden, der Rest bestand aus Freistunden, und auch diese Stunden machten eher den Eindruck einer Freistunde statt Unterricht.

So verbrachten wir also die ersten zwei Wochen in der Schule gemeinsam mit den anderen deutschen Austauschschülern, die z.B. aus Kiel, München oder Bretten (eine kleine Stadt bei Stuttgart) kamen. An den Wochenenden unternahmen wir entweder etwas mit „unseren“ Familien, die uns Buenos Aires und die Umgebung zeigten, oder wir trafen uns mit anderen Deutschen und „ihren“ Argentiniern und besichtigten so die Großstadt.

Abends gab es oft große Treffen von Argentniern und Deutschen, wo viel geredet wurde, oft bestellten wir auch Pizza oder Empanadas (gefüllte Teigtaschen; siehe Bild).

Diese Abende endeten oft erst sehr spät.

Wenn nicht so ein Treffen stattfand, feierten viele Argentinier dieses Jahr ihren 18. Geburtstag in Form einer Party.

Die ersten zwei Wochen vergingen also sehr schnell und bald waren die Winterferien in Argentinien. In diesen wurde oft das Gleiche gemacht wie an den Wochenenden, einige Familien fuhren aber auch mit ihren Deutschen in den Urlaub.

Nach den zwei Wochen der regulären Ferien gingen diese für viele Deutsche weiter, denn eine große Gruppe fuhr am letzten Ferientag gemeinsam mit einer deutschsprachigen Betreuerin für eine Woche nach Puerto Iguazú zu den Iguazú-Wasserfällen im Norden Argentiniens an der Grenze zu Brasilien und Paraguay. Andere Deutsche organisierten diese und andere Reisen, beispielsweise in den Süden Argentiniens, selbst.

Das Hotel in der kleinen Touristenstadt in der Nähe der Wasserfälle erreichten wir, indem wir 19 Stunden mit dem Bus fuhren. Als wir am nächsten Morgen dort ankamen, hatten wir deshalb den restlichen Tag frei. Doch am nächsten Tag mussten wir bereits früh aufstehen, um die Wasserfälle auf brasilianischer Seite zu besichtigen.

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Diese waren riesig und überwältigend. Die Iguazú-Wasserfälle sind die größten Wasserfälle der Welt.

Anschließend an die Besichtigung der Wasserfälle besuchten wir einen Vogelpark in der Nähe des Nationalparks, wo wir die Möglichkeit hatten, einen Papageien auf den Arm zu nehmen oder auch eine Schlange zu sehen. Außerdem konnte man die dort heimischen Vögel aus der Nähe sehen.

Nach dem Besuch des Vogelparks besichtigen wir die „Tres Fronteras“-die drei Grenzen, der Punkt, an dem Paraguay, Argentinien und Brasilien aufeinander treffen.

Den folgenden Tag hatten wir wieder frei, weil die Reisegruppe, mit der wir reisten, nach Paraguay fuhr und wir an diesem Programmpunkt nicht teilnahmen.

201506Doch am nächsten Tag besuchten wir die Wasserfälle wieder, diesmal von argentinsicher Seite aus. Von dort ist der Anblick nicht ganz so spektakulär, da der größte Teil in Argentinien liegt, doch dafür befindet sicher größte der Wasserfälle, der „Garganta del Diablo“- der „Hals des Teufels“ (wörtlich übersetzt). Außerdem fuhren wir an diesem Tag mit einem Jeep durch den Dschungel und anschließend mit einem Boot unter einen Wasserfall.

Am nächsten Tag war die Zeit im Norden Argentiniens auch schon wieder vorbei und wir fuhren zurück nach Buenos Aires. Bereits einen Tag später brach ein Teil der Gruppe wieder auf, diesmal nach Salta in die Berge, ebenfalls im Norden, doch dort kam ich nicht mit. Wir restlichen Deutschen blieben also wieder in der Schule und verbrachten die Zeit ähnlich wie vor den Ferien, doch konnten wir Deutschen nun auch mal alleine, also ohne Argentinier nach Buenos Aires fahren und besuchten dort z.B. das Hard-Rock-Café und sahen uns selbstständig Sehenswürdigkeiten an.

201507Beispielsweise fuhren einige in ein Viertel von Buenos Aires, in dem jedes Haus eine andere Farbe besitzt, weil die Menschen dort früher aus Armut ihre Häuser aus alten Containern bauten und die jetzigen Häusern in den entsprechen Farben gestrichen wurden: La Boca. Aus diesem Viertel kommt auch einer der bekanntesten Fußballklubs von Buenos Aires: Boca Juniors.

201508Ansonsten bekamen wir die Möglichkeit, im Schwimmbad in der Schule schwimmen zu gehen und einen halben Tag in Kindergarten, der ebenfalls zur Schule gehört, zu verbringen. Nach und nach flogen wir dann alle wieder nach Hause. Meiner Meinung nach war das eine sehr schöne und erfahrungsreiche Zeit.

Autorin: Swantje Freitag, Jg. 11

AEG begrüßt 9 Austauschschüler aus Buenos Aires

201501Mit der Wahl der dritten Fremdsprache Spanisch bekamen wir, die Schüler der 10. Klasse am Albert-Einstein-Gymnasium, die Möglichkeit an einem Schüleraustausch mit einer deutschen Schule in Hurlingham/Buenos Aires, dem „Instituto Cultural Roca“ teilzunehmen. In dieser wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Hintergrund dieses Austausches war die Verbesserung der Sprachkenntnisse auf beiden Seiten.

Das Angebot des Austausches nahmen wir gerne an und schon nach mehreren Informationsveranstaltungen hatte jeder Teilnehmer einen Austauschschüler zugeteilt bekommen. Dieser sollte dann von Anfang Januar drei Monate in der jeweiligen Familie wohnen. Nach dem Austausch von Steckbriefen konnten wir ersten Kontakt über Email oder What´s App mit den uns zugeteilten Austauschschülern aufnehmen. Schnell ließen sich gemeinsame Interessen ausmachen. Daher war die Vorfreude groß, als wir am 7. Januar unsere argentinischen Gäste in Empfang nehmen konnten.

Gleich am nächsten Tag nahmen wir die Argentinier mit in die Schule und zeigten ihnen das Gelände und die Räumlichkeiten der Schule. Dadurch bekamen sie einen ersten Eindruck von unserem Schulalltag. Danach erfolgte die Einteilung in die zehnten Klassen, in denen sie in den folgenden Wochen am normalen Schulunterricht teilnahmen. Dies war für die Argentinier aufgrund der teilweise fehlenden Sprachkenntnisse nicht immer ganz einfach, jedoch hatten sie mit unserer Spanischlehrerin Frau Jurak immer eine Ansprechpartnerin, die sich um alle Belange und Probleme unserer argentinischen Gäste kümmerte. Am Freitag mussten sie nicht zur Schule gehen. Dieser Tag stand ihnen zur Verfügung, um etwas in der Gruppe zu unternehmen. Sie nutzten ihn oft, um Hameln und die Umgebung zu erkunden.

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201502Um sich näher kennenzulernen, fand in der zweiten Woche ein gemeinsamer Bowlingabend mit allen Argentiniern und den zugehörigen Austauschpartnern statt. Hierbei hatten alle viel Spaß und man konnte erste Eindrücke sammeln und zudem mit allen Austauschschülern erste Kontakte knüpfen.

An den Wochenenden wurden mit den Gastfamilien individuelle Trips zu verschiedenen Orten gemacht. Beispiele hierfür sind die Besichtigung von Hamburg oder ein Ausflug in den Harz, andere Schüler gingen ins Kino oder ins Schwimmbad.

Zusätzlich zu den Ausflügen mit den Gastfamilien, machten die Argentinier während ihrer Zeit in Deutschland mit weiteren Austauschschülern aus Kiel und München mehrere mehrtägige Ausflüge: Sie fuhren nach Amsterdam, nach London und zum Karneval nach Köln.

Außerdem begannen sie am 26. Februar eine ca. 3 1/2wöchige Europareise, auf der sie sich nun viele Großstädte Europas ansehen. Einige Ziele dieser Europatour sind Paris, Prag, Venedig, Florenz, Rom und Barcelona. Zusätzlich zu diesen Städten besichtigen sie im Zuge der Tour mit Berlin und München noch zwei Großstädte Deutschlands.

Nach ihrer Wiederankunft am 24. März, werden sie noch eine Woche in den Familien bleiben, bevor sie am 28. März zurück nach Argentinien fliegen.

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201503Vor der Europareise der argentinischen Gäste fand noch ein Abschlussessen mit allen Familien und den argentinischen Austauschschülern im spanischen Restaurant „Hacienda“ in Bad Münder statt. Bei dieser Gelegenheit konnten sich alle Familien über die erlebte Zeit mit den Argentiniern bei leckerem spanischen Essen austauschen.

Insgesamt waren die drei Monate mit den Argentiniern eine tolle Erfahrung und sind wie im Flug vergangen. Man verstand sich gut und konnte seine spanischen Sprachkenntnisse schon etwas verbessern. Wir freuen uns deshalb schon sehr auf unseren Gegenbesuch in Argentinien, den wir im Sommer antreten werden.

Autoren: Swantje Freitag und Frederic Läger, 10La

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