„In the name of love“ schreibt Chris seine Songs und mit dem Idealismus, die Welt zu verbessern, tritt er seine Karriere als Sänger der Band „The Prophets“ an. Den ersten Schritt in die Medienwelt macht Chris dabei als Kandidat der allseits beliebten Fernseh-Casting-Show „GSUS“. Schnell steigt er zum Superstar und Ersatzmessias auf. Aber sein Erfolg führt auch zu Neid und Intrigen...

So beginnt die Story des diesjährigen AEG-Musicals, das am 28. August in der Aula das Albert-Einstein-Gymnasiums seine Premiere feierte. Das Musical besteht aus zahlreichen Songklassikern von U2 ("Pride", siehe Titel des Musicals) über Elton John ("I´m still Standing") bis hin zu Michael Jackson ("Man in the Mirror"). Diese und andere, zum Teil bekannte, zum Teil aber auch unentdeckte Perlen der Rock- und Popmusik bilden den musikalischen Kern des rund 90minütigen Stückes. Die Handlung aber haben die betreuenden Musiklehrkräfte Tobias Carmine und Maren Dörner selbst geschrieben, wobei sie Motive aus Castingshows mit der Rahmenhandlung von "Jesus Christ Superstar" (dessen Leitmotiv auch vereinzelt erklingt) verwoben haben.

Daraus entsteht eine Geschichte von Aufstieg und Fall des "Auserwählten" Chris, der selbst von sich meint, "gar nichts Besonderes" zu sein, den aber die Medien so lange aufbauen und hypen, bis nicht nur seine Band und seine Fans ihm fanatisch folgen. Daher dauert es nicht lange, bis die gleichen Leute, die Chris zuvor in den Himmel gehoben haben, ihm eine Affäre mit der minderjährigen Magdalena andichten und "Judas" als neuen "Superstar" auf Chris ansetzen. So betrachtet ist diese Geschichte auch eine Allegorie auf das kurzlebige Popbusiness und Castingshows, die neue Stars im Jahresrhythmus aufbauen und dann wieder fallen lassen. Nicht umsonst erinnert "GSUS" sehr an "DSDS" und ähnliche Casting-Formate.

Beim Musical wird live gesungen und die Musik vom Schulorchester und der Bigband gespielt. An Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard überzeugen Timo Franke, Sven Bohr, Tobias Carmine und Maren Dörner. Als Hauptdarsteller glänzen Hagen Langosch als Chris, Gesa von Blanckenburg als seine Freundin Mary, Anna Magaschütz als Magdalena und Jamal Wolter als Judas. Vor allem der bisherige Moderator aller Schulveranstaltungen Hagen Langosch, der in diesem Sommer sein Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium bestanden hat, trägt das Stück mit seiner Bühnenpräsenz, die durchaus eine Karriere im Showgeschäft ermöglichen könnte. Gesa von Blanckenburg überzeugt bei zwei Solonummern durch ausdrucksstarken Gesang und als Ensemblemitglied durch Stimme und Mimik bei Tanz- und Choreinlagen. Hannes Pütger sorgt als König Herodes für einen im wahrsten Sinne des Wortes "glitzernden" Auftritt. Bis in die Nebenrollen agieren die Ensemblemitglieder der Musical-AG gekonnt und stets souverän. Unterstützung durch das Erstellen der Kostüme, des Bühnenbildes und der Requisiten bekam die Musical-AG des AEG während der einjährigen Vorbereitungszeit von Schülerinnen und Schülern weiterer Arbeitsgemeinschaften. Auch die Zirkus-AG ist mit einigen Kunststücken vertreten.

Wer die Premiere von "In the name of love" verpasst hat, hat am Mittwoch, dem  11.09.19 um 18 Uhr in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums noch einmal die Chance, dieses begeisternde Musical zu sehen. Der Eintritt ist frei, wobei Spenden für die Arbeit der Musikfachgruppe am AEG natürlich gerne gesehen sind. 

Cord Wilhelm Kiel

 

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