Von Politikverdrossenheit keine Spur
Heimische Bundestagskandidaten diskutieren auf dem Podium

Die Podiumsdiskussion, bei der die Jahrgänge 10 bis12, zahlreiche Lehrkräfte sowie externe Gäste vertreten waren, wurde von den Politikleistungskursen der Jahrgänge 11 und 12 vorbereitet. Eingeladen waren Kandidaten des Wahlkreises Hameln-Pyrmont von SPD, CDU, AfD, Grünen, FDP und der Linken, wovon alle erschienen sind mit Ausnahme der AfD.

Es handelte sich um Michael Vietz (CDU), Johannes Schraps (SPD), Ute Michel (Grünen), Jutta Krellmann (Linken) und Konstantin Kuhle aus dem Wahlkreis Göttingen, der den örtlichen Kandidaten Klaus-Peter Wennemann vertrat. Mit Konstantin Kuhle kam außerdem ein "Promi" an die Schule, da er der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen ist. Es wurden in der Diskussion hauptsächlich drei Themen behandelt: die Rentenpolitik, der Umgang mit der AfD und der VW-Skandal. Den Zuhörern, wurde durch die Podiumsdiskussion bewusst, welche Position die Politiker und ihre Parteien vertreten. Eine große Differenz wurde zum Beispiel zwischen der Linken und der FDP beim Thema Rente schnell deutlich. Generell gibt es zwischen allen Parteien inhaltliche Unterschiede, auch ohne die AfD, wie die lebhafte und teils emotional geführte Debatte zeigte.

Die Moderatoren Hagen Langosch (Jg.11) und Moritz Mönkemeyer (Jg.12) moderierten  in souverän zurückhaltender Weise und bezogen auch das Publikum mit ein: Eine Frage zur Homo-Ehe und die offene und persönliche Antwort von Konstantin Kuhle ließen Applaus aufbranden. Eine kritische Stimme aus Reihen der Schülerschaft zur geplanten Bevormundung durch die Politik beim Autokauf im Zusammenhang mit Dieselproblematik und Elektromobilität, wurde seitens der Grünen-Kandidatin Ute Michel sowie von Johannes Schraps von der SPD genutzt, um klar Position zu beziehen: „Wir wollen niemandem etwas vorschreiben, aber es kann auch nicht weitergehen wie bisher“, so Michel.

Besonders die jungen Kandidaten von FDP und SPD kamen gut an beim jungen Publikum und  wurden mehrfach lautstark bejubelt. Benedikt Oetken (Jg.12) findet dieses Diskussionsformat gut, denn „Wir Schüler kriegen dadurch eine bessere Sicht auf die Meinung der Parteien. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler würde sich darüber freuen, wenn es öfter so eine Gelegenheit gibt, die Positionen der Politiker und deren Parteien hautnah zu erleben. Insgesamt waren wir von der regen und informativen Diskussion begeistert. Es hat Spaß gemacht zu zuhören und mit zu denken bzw. diskutieren.“

Diese Veranstaltung hat gezeigt, dass sich die Jugend durchaus für Politik interessiert und sich auch politisch engagiert. Damit wäre die Aussage, dass Jugendliche kein Interesse an der Politik haben, am AEG klar widerlegt.

Moritz Mönkemeyer, Benedikt Oetken, Anne-Kathrin Borchers

Zum Seitenanfang