Ein kurzes, aber terminlich sehr verdichtetes Schuljahr geht zu Ende. Für die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2017 heißt es seit dem vergangenen Wochenende – frei nach dem Songklassiker von Alice Cooper: „School´s out – forever!“: Am 16. Juni wurden in festlichem Rahmen die diesjährigen Abiturienten des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) „aus der Schule ins Leben“ entlassen. Am Sonntag folgte der Abiball im Gasthof Mittendorf. Nach dem Abistress und dem Feiern kommt nun für die jungen Menschen der Schritt ins (Erwachsenen-)Leben.

Die feierliche Aushändigung der Abiturzeugnisse wurde vom Orchester unter der Leitung von Maren Dörner stimmungsvoll begleitet. Der neue Schulleiter Christian Schmidt drückte in seiner Festansprache die besondere Bedeutung dieses Abiturjahrgangs für ihn ganz persönlich aus: „Ich habe den Jahrgang zu Beginn als Fachlehrer und Tutor begleitet. Jetzt stehen die ersten Abiturienten vor mir, denen ich als Schulleiter ihre Reifezeugnisse überreichen darf“. Der Dank des Schulleiters richtete sich an die Eltern, „die vor acht Jahren die richtige Entscheidung getroffen haben, ihre Kinder am AEG anzumelden“. Besonders stolz sei er darauf, dass das AEG mit seinen insgesamt 101 Abiturienten zum wiederholten Mal über dem Landesschnitt bezüglich der Durchschnittsnoten des (Zentral-)Abiturs liege. Viele Zeugnisse hätten eine „Eins“ vor dem Komma. „Alle Eine Gemeinschaft“ – im Sinne dieses AEG-Leitbildes dankte Schmidt auch dem Kollegium und seiner Stellvertreterin Bettina Schröder-Brautlecht. Zusammen mit den Abiturzeugnissen überreichte Christian Schmidt „Einsteine“ als „ersten Schritt für Ihren weiteren Lebensweg.“

Bürgermeisterin Karin Echtermann (SPD) überbrachte die Glückwünsche der Stadt an die Abiturientinnen und Abiturienten. Sie dankte im Namen der Stadt Hameln auch den Lehrkräften, die „die jungen Menschen über die Jahre begleitet haben“ und erinnerte an eine Veranstaltung der Brüder Fabian und Ferry Heilemann vor einigen Wochen, welche als AEG-Absolventen heute Millionäre in der Internet-Industrie sind. Erfolg im Berufsleben wünschte die Bürgermeisterin auch den aktuellen Abgängern – „egal, ob Sie sich für ein Studium oder eine Ausbildung entscheiden“.

Im Rahmen der Entlassungsfeier wurden Preise für besondere Leistungen verliehen. Als beste Absolventen des Jahrgangs wurden Elias Remmel (Abiturschnitt 1,2), Ricarda Welz (1,2), Pavel Schischlevskij, Nele Pannewitz und Noé Strahmann (alle 1,3) durch Bürgermeisterin Echtermann ausgezeichnet. Besonderes soziales Engagement haben neben Strahmann und Schischlevskij auch Hai Au Nguyen und Isabel Krekeler gezeigt. Für ihr besonderes Engagement in Musik wurden Stephan Hennecke, Ehssan Mirzadeh, Jonas Vogt, Leah Fuhrmann, Lukas Segmüller, Shqipjon Krasniqi und Christopher Linse ausgezeichnet. Die prämierten Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Auszeichnungen von Stephan Koß, dem Vorsitzeden des Fördervereins. Eine Ehrung wurde zum ersten Mal im Rahmen der Abiturentlassungsfeier verliehen: Cord Wilhelm Kiel, Mitglied des Landesvorstands der Europa-Union und Leiter der Europa-AG am AEG, überreichte bundesweite Auszeichnungen für Milena Greve und Carl Woltemate für ihre Beiträge zum diesjährigen Europäischen Wettbewerb. Milena Greve wurde dabei eine besondere Ehre zuteil: Für ihren Film zum Thema „95 Thesen für Europa“ erhielt sie einen Geldpreis sowie einen Pokal mit der Auszeichnung: „Beste Arbeit zum Thema Medien“ – bundesweit! Milenas Film wurde daraufhin den rund 450 Anwesenden präsentiert; er wird in Kürze auch auf der Homepage des AEG zu sehen sein. 

Bevor die Abiturzeugnisse an die Tutorenkurse verliehen wurden, erfolgten außerdem Auszeichnungen für die besten Leistungen in einzelnen Fächern. Diese erhielten Pia-Sophie Haake (Geschichte), Milena Greve und Ricarda Welz (Deutsch), Nele Pannewitz (Chemie), Noé Nicolas Strahmann (Französisch), Miriam Paulus (Latein), Hai Au Ngyuen (Erdkunde), Elias Remmel (Mathematik und Physik), Jonas Vogt, Nico Ahrentropp, Marcus Cuno und Luca Wienkoop (Physik). Die Preise für besondere fachliche Leistungen sind oft mit einer einjährigen Mitgliedschaft in Fachverbänden wie dem Altphilologenverband, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft oder dem Historikerverband verbunden. Europässe erhielten Noé Strahmann, Jonas Vogt, Lawrence Rodemann, Anika Heidrich, Laura Höger und Rieke Appel.

„Die Schulzeit wird von nun an nur noch eine schöne Erinnerung sein, die langsam verblassen wird“, resümierten Isabell Krekeler und Noé Srahmann im Grußwort der Abiturienten. In Erinnerung blieben „Momenten des Glücks, Freundschaften und gute Noten“. Mit dem selbstironischen Spruch „wir sind die Elite Deutschlands“ verabschiedete sich der Jahrgang 2017 – ein „wirklich guter Jahrgang. Wir werden Euch vermissen“, wie Stefan Schwarz für das Lehrerkollegium hinzufügte. Die Abiturienten dieses Jahrgangs hätte „viel Unruhe erfolgreich bewältigt“, darunter die großen personellen Veränderungen am AEG in den letzten acht Jahren, vor allem aber die „Seifenoper um das Schulzentrum Nord“. „In dieser Schule wurdet Ihr freundlich empfangen, heute werdet Ihr freundlich verabschiedet“, ergänzten Frau Wienkoop und Frau Schmidt für die Elternschaft. Für die Zukunft empfahlen sie ihren Kindern „eine gewisse Höflichkeit, Offenheit, Toleranz, kritisches Hinterfragen und die Motivation, die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Vielleicht sollte man es angesichts dessen so halten, wie Schülersprecher Hagen Langosch den Namensgeber der Schule, Albert Einstein, zitierte: „Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller“. Denn alle Anwesenden waren sich einig: Der Abiturjahrgang 2017 am AEG war und ist ein „wertvoller“, ein besonderer Jahrgang.

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